(LOZ). Mit dem Wohnmobil zu verreisen, liegt im Trend: Jährlich rollen rund eine Million Deutsche in Campern über die Straßen – entweder in eigenen oder gemieteten. Freiheit, zeitliche und örtliche Flexibilität und immer höherer Komfort: Es gibt auch in der Nebensaison viele Gründe für einen Wohnmobil-Urlaub. Ein Hotel auf vier Rädern zur Verfügung zu haben, hat seinen Reiz. Es gibt jedoch auch einiges zu beachten.


Mit dem Wohnmobil Urlaub zu machen, ist vor allem für Reisewillige von Vorteil, die spontan entscheiden wollen, wie lange sie an welchem Ort bleiben möchten. Bei einem Wohnmobil-Urlaub lohnt es sich, schon frühzeitig die Angebote im Internet zu durchstöbern und sich für ein Fahrzeugmodell nach individuellen Ansprüchen zu entscheiden. Soll es beispielsweise ein vollintegriertes oder ein teilintegriertes Wohnmobil sein, mehr als drei Schlafplätze bieten und mit einer Kochnische und einer Dusche ausgestattet sein? Die Auswahl ist groß – und die Fahrzeuge inzwischen häufig mehr rollende Luxus-Apartments als spartanische Notunterkünfte. Doch welche Voraussetzungen müssen im In- und im Ausland erfüllt sein, damit der Aufenthalt im Camper erholsam und günstig wird?


Voraussetzungen: Im Schadensfall richtig versichert
Generell gilt: In der Nebensaison ein Wohnmobil anzumieten, ist im Vergleich zur Haupturlaubszeit im Sommer bis zu 30 Prozent günstiger, die Gesamtkosten sollte man aber dennoch nicht unterschätzen. Denn zusätzlich zur Miete kommen die Standgebühren auf den Stellplätzen inklusive Wasser-und Stromanschluss wie auch Kosten für Benzin und die Versicherung hinzu. In der Regel ist im Mietpreis bereits eine Kfz-Haftpflichtversicherung inbegriffen, aber nicht immer eine Vollkaskoversicherung. So wird für Schäden, die der zugelassene Fahrer am Camper verursacht, oftmals eine Selbstbeteiligung von bis zu 3.000 Euro fällig – und zwar auch, wenn der Unfallgegner Schuld hat. Hier gilt es, sich vorher genau über die Rahmenbedingungen zu informieren und sich gegebenenfalls zusätzlich abzusichern. Dazu zählt neben einer Vollkasko (mit Auslandsschutz) auch, sich an die Ausmaße des Fahrzeugs zu gewöhnen. Kurvenverhalten, Bremswege, Sichtverhältnisse sowie das Beschleunigen, Rückwärtsfahren und Anfahren am Hang können andernfalls zu Mutproben werden, die kein gutes Ende nehmen.


Voraussetzungen im In- und Ausland
Sich als Laie in ein Wohnmobil zu setzen, ist vor allem dann riskant, wenn die Reise ins Ausland geht. Anhand der drei beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen 2017 lässt sich das gut verdeutlichen: So sind die Straßen im Reiseziel Nummer 1, Italien, oftmals sehr schmal und kurvig – dort braucht man nicht nur Fahrpraxis, sondern auch gute Ortskenntnisse, ein GPS oder einen Plan B, um nicht steckenzubleiben und den Rest der Strecke zu Fuß zurücklegen zu müssen. Wer etwas außerhalb der Altstädte parkt, erspart sich oft umständliche Manöver durch die schmalen Gassen. Aber auch die breiten Interstate Highways in den USA (Platz 2 der beliebtesten Urlaubsländer) stellen mit den dort oft überdimensionierten Wohnmobilen für ungeübte Fahrer eine Herausforderung dar. Klein und wendig? Nicht in den USA. Zudem muss der Fahrer über 21 Jahre alt sein und einen gültigen EU-Kartenführerschein für PKW besitzen. Tipps, was in Deutschland mit dem Wohnmobil erlaubt ist und was nicht, bietet diese Liste. Das eigene Land liegt nämlich auf Platz 3 der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen.