(LOZ). Wer im E-Commerce tätig ist, weiß: Der Unternehmenserfolg steht und fällt mit der Organisation der Arbeitsabläufe. Betriebliches macht dabei einen ebenso wichtigen Anteil aus wie die manchmal lästige, aber notwendige Büroarbeit. Besonders in der Gründungsphase denkt man vorrangig an das operative Geschäft – alles andere ist aber genauso wichtig und kann mit den passenden Tools problemlos nebenbei erledigt werden.

Niedrige Einstiegshürde

Das Internet macht den Weg in die Selbstständigkeit heute leicht, besonders der Onlinehandel lockt nach wie vor viele Gründerinnen und Gründer. Kein Wunder, stieg doch der im E-Commerce erzielte Umsatz 2016 in Deutschland um 12,5 % an – und der Boom wird voraussichtlich noch lange anhalten. Zudem braucht man für den Einstieg nicht viel Kapital – mit genug Lagerfläche und Geld für den Wareneinkauf kann jeder in das Abenteuer Onlinehandel einsteigen.

Rechnungen und Warenwirtschaft

Anfangs ist die Versuchung eventuell groß, erst anzufangen und sich später um den "Papierkram" zu kümmern. Schließlich gelten für Kleinunternehmer erleichterte Bedingungen hinsichtlich Dingen wie Steuern und Bilanzführung: So sind sie bei einem Umsatz von weniger als 17.500 Euro nicht dazu verpflichtet, eine Umsatzsteuer auszuweisen, wodurch die sonst notwendige vierteljährliche oder monatliche Umsatzsteuervoranmeldung entfällt. Auch muss am Ende des Geschäftsjahres anstatt einer vollwertigen Bilanz lediglich eine vereinfachte Einnahmenüberschussrechnung erstellt werden.

Am Jahresende allerdings benötigt man dennoch alle relevanten Zahlen. Und um das Schreiben von Rechnungen, die Verwaltung des Warenbestands sowie die Gewinnkalkulation kommt man ebenfalls nicht umhin.

Beim zweiten Punkt unterstützen einige Handelsplattformen, die sich aufgrund ihrer hohen Reichweite besonders für den Einstieg in den E-Commerce eignen, die Verkäufer mit integrierten Tools: So kann man bei eBay Rechnungen bequem parallel zum Warenversand erstellen, bei Amazons Marketplace gibt es eine solche Funktion hingegen nicht.

Die Warenbestands- und Gewinnkalkulation lassen sich über sogenannte Warenwirtschaftsprogramme abwickeln – diese sind allerdings zumeist in der Anschaffung sehr teuer. Für den Anfang empfiehlt sich daher empfiehlt sich daher Software wie Microsofts Office 365 in einer speziellen Business-Variante. Durch das zugrunde liegende Abonnementmodell entfallen die einmaligen Anschaffungskosten, zudem sind von der Tabellenkalkulation bis zur Datenbank alle wichtigen Programme enthalten, genauso wie zukünftige Produktupdates – auch können durch die Verwendung eines Cloud-Speichers mehrere Personen an denselben Dateien arbeiten. Das vereinfacht die Organisation – und die ist ja bekanntlich die halbe Miete.