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(LOZ). Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben“ bewilligt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) eine Zuwendung in Höhe von etwa 6,9 Millionen Euro an die Bundesarbeitsgemeinschaft ambulante berufliche Rehabilitation (BAG abR) e.V. aus Ratzeburg für das Projekt „Unternehmens-Netzwerk Inklusion“.

Hierzu erklärt die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer: „Mit der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes im Dezember 2016 hat der Deutsche Bundestag die Leistungen für Menschen mit Behinderung gesetzlich neu geregelt. Begleitend hierzu stellen Förderprogramme des Bundes finanzielle Unterstützung für Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen beschäftigen. Ich freue mich, dass auch Betriebe aus Schleswig-Holstein von den Bundesmitteln profitieren. Mit dem Projekt des BAG abR e.V. sollen Arbeitnehmer für die Potenziale von Menschen mit Behinderung erschlossen und dadurch eine erfolgreiche Inklusion am Arbeitsplatz unterstützt werden. Inklusion und Teilhabe sind wesentliche Bausteine für eine solidarische und chancengerechte Gesellschaft.“

Das Projekt ist an kleine und mittelständische Unternehmen gerichtet, die oft über keine ausreichenden eigenen Ressourcen für die betriebliche Umsetzung der Regelungen aus dem Sozialgesetzbuch IX verfügen. Dabei sollen etwa 1.900 Unternehmen in zehn regionalen Teilprojekten eingebunden werden.

Als Trägerverband entwickelt der BAG abR e.V. Maßnahmen zur Unterstützung der beruflichen Wiedereingliederung von schwerbehinderten Menschen. Ziel des Projekts „Unternehmens-Netzwerk Inklusion“ ist es, inklusives Denken als dauerhaften Bestandteil der Unternehmenskultur zu etablieren. Darüber hinaus soll ein bundesweites Beraternetzwerk zur beruflichen Inklusion aufgebaut werden. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 7,4 Millionen Euro. Der BAG abR e.V. beteiligt sich mit etwa 514.000 Euro Eigenmitteln an dem Projekt.