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Kiel (LOZ). Über das Ausmaß der Gewalt bei den G20-Krawallen ist die Polizeibeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Samiah El Samadoni, entsetzt: „Es ist unvorstellbar, was in Hamburg beim G20-Gipfel passiert ist. Friedliche Demonstrationen setzen Zeichen und sind Ausdruck unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung." Davon könne jedoch kaum die Rede sein. „Wer marodierend und brandschatzend durch die Straßen zieht, ist kein Demonstrant, sondern einfach nur ein Straftäter.“

Sie sei dankbar, so El Samadoni weiter, dass sich die 1.781 Polizisten aus Schleswig-Holstein gemeinsam mit ihren Kollegen aus anderen Bundesländern mutig und unter Einsatz von Leib und Leben den Straftätern entgegengestellt hätten. Gleichzeitig zeigte sich die Polizeibeauftragte besorgt über die deutlichen Verstöße gegen die Arbeitszeit- und Schutzvorschriften: „Wenn unsere Polizistinnen und Polizisten weit mehr als die erlaubten zwölf Stunden mit Vollschutz in einem derartigen Einsatz im Laufschritt unterwegs sind, werden physische und psychische Grenzen überschritten. Das bereitet mir große Sorge.“

El Samadoni erklärte, dass sie diesbezüglich der Aufarbeitung durch die Gewerkschaften vertraue, die sich bereits der Thematik angenommen haben. „Den Polizistinnen und Polizisten drei Tage Sonderurlaub zu gewähren, ist jedenfalls schon einmal eine gute Maßnahme, die Wertschätzung für den Einsatz zeigt“, lobte die Polizeibeauftragte die Aktion des Innenministers.

Den verletzten Beamten zuletzt waren 25 verletzte Polizisten angegeben worden wünscht die Polizeibeauftragte gute und möglichst schnelle Genesung und allen eingesetzten Polizisten gute Erholung. Ihr Dank gehe zudem auch an die Polizisten, so El Samadoni, die die in Hamburg eingesetzten Kollegen in den Dienststellen in Schleswig-Holstein vertreten haben.