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Kreis Herzogtum Lauenburg (LOZ). Für Margarete O. (78) bedeutete die Demenzerkrankung ihres Mannes eine gewaltige Umstellung des gewohnten Lebens. Und es war für sie zunächst unmöglich, Freunden und Nachbarn davon zu erzählen. Selbst der Familie gegenüber spielte sie die Probleme herunter. Doch Gerhard O. (84) verhielt sich immer merkwürdiger und fand sich sogar in der eigenen Straße nicht mehr zurecht. Daher fasste sie sich schließlich ein Herz und sprach mit ihren Mitmenschen darüber.

(LOZ). Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie stehen vor einer schweren Entscheidung und fühlen sich wie gelähmt. Aus Verzweiflung werfen Sie eine Münze – soll das Schicksal doch entscheiden. Aber ist das tatsächlich eine sinnvolle Herangehensweise? Was, wenn die Münze auf der anderen Seiten gelandet wäre? Sind diese Fragen überhaupt von Belang? Nein. Denn der Münzwurf hat bereits seine Wirkung erzielt: Sie haben Ihre Lähmung überwunden und schreiten zur Tat. Menschen nutzen viele solcher Methoden, um die allzu bekannte Angststarre angesichts von Ungewissheit zu überwinden – und Esoterik ist, ob Sie es glauben wollen oder nicht, eine davon.


Entscheidungsangst neurowissenschaftlich betrachtet

Aber woher kommt das lähmende Gefühl, wenn wir vor einer Entscheidung stehen, die unsere Zukunft nachhaltig beeinflussen könnte? Die Neurowissenschaft hat als Verursacher die sogenannten "exekutiven Funktionen" (kurz: EF) unseres Gehirns ausgemacht, die kognitive Kontrolle über unser eigenes Verhalten ermöglichen. Darunter fallen unter anderem Zielsetzungen, Handlungsplanung, Eigeninitiative und natürlich Entscheidungen im engeren Sinne. Und diese Funktionen können erschöpft werden, denn sie zehren von den physisch bedingten Kapazitäten unseres Frontalhirns, die – unglücklicherweise –begrenzt sind, wie amerikanische Studien zeigen.

Unsere Unfähigkeit, in besonders stressigen und emotional fordernden Situationen Entscheidungen bezüglich wichtiger Angelegenheiten wie Finanzen, Familie, Job und Liebe zu treffen, rührt also schlichtweg von einem ermüdeten Verstand her. So versagen Testpersonen bei einfachen Matheaufgaben, nachdem sie beim Großeinkauf im Supermarkt eine ganze Reihe von Entscheidungen über Qualität, Preise und Notwendigkeit ihrer Besorgungen getroffen haben. Dieselben Zusammenhänge erklären auch, warum psychischer Druck den Körper krank machen kann: Das Denken verbraucht überdurchschnittlich viel Energie, sodass für den Rest des Körpers nur wenig übrigbleibt. Das Ziel sollte also sein, die Kapazitäten des Gehirns zu schonen beziehungsweise im Falle eines Mangels die exekutiven Funktionen auszulagern. Dadurch wird die Lähmung überwunden und ein Handlungsimpuls erzeugt, bevor durch Nichtstun wirkliche Probleme entstehen.


Esoterik gegen die Angststarre

Dafür gibt es allerlei Methoden, von denen einige der Esoterik zugerechnet werden. Der eingangs beschriebene Münzwurf ist eine davon, denn er hat durchaus eine esoterische Komponente: das Schicksal, beziehungsweise unser gedankliches Konstrukt davon. Darum geht es auch beim Kartenlegen, bei der Astrologie sowie beim traditionellen Schamanismus. Spirituelle Lebensberater wie Viversum bieten wiederum Hellsehen an, bei dem es nur entfernt um das Schicksalsprinzip geht. Denn eine Zukunftsvorhersage muss nicht zwangsläufig eintreten, um einen realen Nutzen für denjenigen zu haben, der ihr Gehör schenkt.


Vorhersagen nehmen uns nämlich die Angst vor dem Ungewissen. Selbst wenn eine Prognose pessimistisch ausfällt, ist diese Gewissheit leichter zu ertragen als der Fantasie freien Lauf zu lassen und sich in wilden Spekulationen zu ergehen. Außerdem ermöglichen uns positive bzw. negative Aussichten, die notwendigen Schritte einzuleiten, um ein erwünschtes Szenario herbeizuführen oder ein unerwünschtes zu vermeiden. So ist es eine Sache des gesunden Menschenverstandes, infolge der Nachricht über eine bald eintretende Erkrankung gesundheitsschädigende Einflüsse fernzuhalten und besser auf sich zu achten. Manchmal ist eine Entscheidung aber auch dann nicht leicht zu treffen. Aus diesem Grund geben geübte Hellseher und Wahrsager positive Richtungsvorschläge ab, die für die individuelle Lage richtig oder falsch sein können. Dasselbe gilt für eigenständig durchführbare Techniken wie Klopfen oder Pendeln. In jedem Fall lösen diese Vorgehensweisen die Entscheidungshemmung auf und ermöglichen es, wieder aktiv zu werden und seines eigenen Schicksals Schmied zu sein.

AOK rät zum sparsamen Umgang mit Zucker

 

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Geesthacht (LOZ). Morgens im Müsli, mittags im Sandwich, nachmittags im Donut und abends in der Pizza: Zucker begleitet uns durch den Tag. Er ist nicht nur im Essen, sondern auch in zahlreichen Getränken enthalten. Und das mitunter in riesigen Mengen. "20 Gramm Zucker auf 0,2 Liter sind bei Softdrinks keine Seltenheit", sagt AOK-Ernährungsberaterin Wiebke Westphal.

Antidiskriminierungsstelle: Aufhebung des generellen Blutspendeverbots für homo- und bisexuelle Männer ist nur ein Teilerfolg

 

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(LOZ). Die Antidiskriminierungsstelle des Landes begrüßt grundsätzlich die neue Richtlinie der Bundesärztekammer, die homo- und bisexuelle Männer nicht mehr pauschal von der Blutspende ausschließt. „Das bedeutet zwar eine Verbesserung, allerdings hat man eine Diskriminierung durch eine andere ersetzt“, kritisierte die Leiterin der Diskriminierungsstelle Samiah El Samadoni heute in Kiel.

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(LOZ). Die Zahl der diagnostizierten Hepatitis-B-Infektionen nehmen in Schleswig-Holstein zu. Im Jahr 2015 wurden 50 Fälle mit der virusbedingten Leberentzündung gemeldet, im Jahr 2016 waren es 86 und bis Mitte Juli dieses Jahres sind es bereits 74 Fälle. Besonders betroffen ist die Landeshauptstadt mit bisher 16 Meldungen für das laufende Jahr, 2015 war das die Zahl für das komplette Jahr, 2016 waren es insgesamt 22 Meldungen. Auch in den Kreisen Plön mit aktuell 11 Meldungen (2015: keine, 2016: eine Meldung) und Rendsburg-Eckernförde mit bisher zehn Meldungen für 2017 (2015: keine, 2016: sechs Meldungen) ist die Steigerung bemerkenswert. Das teilt die IKK classic unter Bezug auf aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) mit.

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(LOZ). Anzahl der gemeldeten Infektionen im ersten Halbjahr überseigt bereits die des gesamten letzten Jahres – nicht geimpfte Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet – es wird darum empfohlen, verstärkt auf Hygiene zu achten

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(LOZ). Immer mehr Menschen in Schleswig-Holstein benötigen Pflege – im Herzogtum Lauenburg liegt die Steigerung leicht über dem Landesdurchschnitt – die meisten Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt.

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Breitenfelde (LOZ). Am Mittwoch, 21. Juni, ist Siemers Gasthof in Breitenfelde um 16 Uhr der Ort, an dem sich das Demenznetz Herzogtum Lauenburg zu seinem 9. Stammtisch trifft. Bilanz des ersten Halbjahres und Planung für die zweite Jahreshälfte – so lassen sich die Themen dieses Treffens zusammenfassen.