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Aumühle (LOZ). In Aumühle hat das Elektro-Zeitalter in der Mobilität Einzug gehalten. Auf dem Parkplatz an der Großen Straße 8 haben Bürgermeister Dieter Giese und sein Stellvertreter Wolfgang Schättgen die erste öffentliche Elektroladesäule in Aumühle ihrer Bestimmung übergeben.

„Diese Ladesäule wurde mit Unterstützung des eWerk Sachsenwald eingerichtet und kostet die Gemeinde keinen Cent“, betont Wolfgang Schättgen. Professionell und gut sichtbar wurden die beiden Ladeplätze gepflastert und gekennzeichnet. Hier können Elektrofahrzeuge während des Einkaufs in den Aumühler Geschäften bequem aufgeladen werden.

Eine volle Akkuladung dauert an der 22 KW-Säule eine Stunde, 80 Prozent Schnellaufladung ist in nur 30 Minuten erreicht. Kunden des eWerk Sachsenwald und vieler anderer Stromanbieter können mit Hilfe einer Kundenkarte den Strom tanken und in einer monatlichen Abrechnung bezahlen. Standorte von Elektroladesäulen sind bundesweit unter www.ladenetz.de zu finden.

„Dies ist erst der Anfang, mit dem wir E-Mobilität in Aumühle fördern wollen. Die Vorteile von Elektro-Fahrzeugen liegen auf der Hand: leiseres und klimaschonendes Fahren“, erklärt Wolfgang Schättgen und wirft einen Blick voraus: „Das wird nicht die letzte E-Tankstelle in Aumühle sein. Auch für E-Bikes werden wir Ladestationen einrichten, Wir denken dabei vor allem an den Bahnhof.“

Die Gemeinden Aumühle und Wohltorf setzen ein weiteres Zeichen mit der Anschaffung eines Elektro-Fahrzeugs für den gemeinsamen Bauhof. Dessen Leiter Dennis Kropp wird künftig seine Inspektions- und Dienstfahrten in einem 67 PS-starken E-Mobil durchführen. Mit einer Reichweite von 150 Kilometern und der Lademöglichkeit im Bauhof ist Bauhofleiter Kropp gut gerüstet für den Alltagsbetrieb.

„Das Elektrofahrzeug stellt die kostengünstigste und umweltfreundlichste Lösung für die täglichen Fahrten durch die Gemeinde dar und gibt dem Bauhofleiter die notwendige Flexibilität“, betont Bürgermeister Giese. Bisher wurde der Pritschenwagen für diese Einsätze genutzt. „Das war eine hohe Umweltbelastung und teuer.“

Mit Fördermitteln des Bundes wird der Leasingvertrag unterstützt, so dass monatliche Fixkosten (Leasinggebühr und Versicherung) von jeweils 20 Euro auf die Gemeinden Aumühle und Wohltorf zukommen, sowie Stromkosten von rund 3 Euro pro 100 Kilometer.

Die Gemeinde Aumühle und die Gemeinde Wohltorf sind Teil der Klimaschutzregion Hohe Elbgeest, die aus allen zehn Gemeinden des Amtes Hohe Elbgeest besteht.

Jonas Hapke, Klimaschutzmanager des Amtes Hohe Elbgeest, erklärt: „Innerhalb dieser Region und darüber hinaus sind diese beiden Gemeinden einer der Ersten, die ein Elektrofahrzeug im täglichen Betrieb des Bauhofes einsetzen. Gerade für die täglichen Kurzstrecken, die durch den Leiter des Bauhofs zurückgelegt werden, ist die Nutzung eines Elektrofahrzeuges hervorragend geeignet.“

Jährlich werden dadurch circa 1,7 Tonnen CO2 bei rund 10.000 Kilometer jährlicher Fahrstrecke durch den Bauhof Aumühle/ Wohltorf eingespart. „Es wird hiermit vorbildlich der Grundstein für weitere Elektrofahrzeuge in den anderen Gemeinden des Amtsgebietes und in der Amtsverwaltung gelegt.“

Das Fahrzeug wird für die Dauer von vier Jahren geleast und über ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Förderhöhe beträgt 50 Prozent der Mehrkosten der Investition in ein Elektrofahrzeug.

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