Zwei Auszubildende konnten für dieses Jahr gefunden werden

 

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Büchen (wre). Der Ausbildungsmarkt wird immer schwerer. Um die Schüler herrscht teilweise ein richtiger Konkurrenzkampf zwischen den Ausbildungsbetrieben. Gleichzeitig werden aber auch viele Schulabgänger schon im Vorfeld als nicht geeignet aussortiert. Auch die Gemeinde Büchen spürt den Trend. So musste drei Jahre gesucht werden, ehe in Tobias Mahler (17) ein geeigneter Bewerber für die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik gefunden wurde. Etwas einfacher war die Suche nach einem Auszubildenden zur Verwaltungsfachkraft. Da konnte sich Christina Pieper (18) gegen 30 Mitbewerber durchsetzen.

„Wir freuen uns, dass wir nach Jahren der Suche nun endlich jemanden gefunden haben“, freut sich Ausbilder Sven Stember. Es gab zwar einige Bewerbungen, aber es stellte sich immer heraus, dass es nicht passt. „Wir hatten sogar schon gedacht das wir in diesem Jahr zwei Auszubildende einstellen können“, so Stember. „Doch ein Kandidat hat dann den Ausbildungsvertrag nicht zurückschickt und sich auch nie wieder gemeldet“, bedauert Stember.

Eigentlich wollte Tobias Mahler auch was ganz Anderes werden. „Ich wollte Elektroniker für Veranstaltungstechnik lernen“, erzählt Mahler. Als er aber die Stellenanzeige für den freien Ausbildungsplatz in Büchen gelesen hat beschäftigte er sich genauer mit dem Berufszweig. „Mich haben die Naturwissenschaften gereizt die dort gefordert sind.“ Über den Beruf hat er vorher wenig gehört. „Wir waren mal in der Grundschule in einem Klärwerk, aber ansonsten war es nie ein Thema“, sagt der Auszubildende aus Güster. „Ich habe es mir auch schlimmer vorgestellt. Es riecht nicht, und man braucht keine Angst zu haben etwas anzufassen. Ich freue mich jetzt auf die nächsten drei Jahre“, schließt Mahler ab.

Die Büchenerin Christina Pieper wusste bereits vor Ausbildungsbeginn was sie erwartet. „Ich hatte bereits zwei Praktika in der Verwaltung in Büchen gemacht. Für war klar, ich möchte in die Verwaltung“, sagt Pieper, die gern mit Gesetzestexten arbeitet. „Während ihrer Praktika hier im Haus hat sie auch überall einen guten Eindruck hinterlassen“, ergänzt Bürgermeister Uwe Möller. Wie bei fast allen Auszubildenden in der Verwaltung sind die Amtskasse und das Ordnungsamt auch für Christina Pieper die interessantesten Abteilungen. „Der Start erfolgt aber immer in der Poststelle. Da gibt es die beste Gelegenheit alle Kollegen und auch Bürgermeister des Amtes kennenzulernen“, erklärt Ausbilderin Saskia Rogalla. „Es macht aber bereits jetzt viel Spaß“, freut sich Pieper über den Ausbildungsplatz.

Nach den Sommerferien geht dann die Suche nach neuen Auszubildenden wieder los. Im kommenden Jahr sollen zwei Auszubildenden für die Verwaltung eine Stelle zum Fachangestellten für Bäderbetriebe besetzt werden.

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