Glücksspiel in Deutschland – Alles geregelt?

Glücksspiel in Deutschland – Alles geregelt? Foto: hfr

(LOZ). Das Glücksspiel ist in Deutschland äußerst beliebt: Jährlich investieren Bundesbürger Milliarden in Lottoscheine und Glücksspiel in Spielbanken und Gaststätten. Auch Online-Glücksspiele sind auf dem Vormarsch.

Klassisch …

Besonders das Zahlentippen ist unverändert populär: Nach Angaben der staatlichen Lottogesellschaft (hier als PDF) wurden 2016 über 7 Milliarden Euro mit Lotto, Toto und Co. umgesetzt. Wer spielen möchte, sollte das aber unbedingt bei den staatlichen Annahmestellen tun – zwar ist das Tippen über Drittanbieter im Netz bequemer, allerdings nicht immer rechtlich wasserdicht. Das liegt daran, dass die Gebühren pro Lottoschein von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind: In Baden-Württemberg sind es 20 Cent, in Hamburg hingegen 60. Wer nun in Hamburg wohnt und über einen Online-Anbieter nur 20 Cent bezahlt, da dieser die Scheine im Süden der Republik bezieht, handelt den Teilnahmebedingungen zuwider: Denn man muss dort spielen, wo man seinen Wohnsitz hat.

… und im Netz

Doch längst nicht jeder hat Lust, seinen Lottoschein in der Annahmestelle an der Ecke auszufüllen, viele möchten lieber in den eigenen vier Wänden bleiben und Roulette, Poker oder Black Jack spielen. Viele Deutsche nutzen daher Glücksspielanbieter im Internet, von denen einige bei der Erstanmeldung Gratisboni anbieten.

Allerdings gibt es für Online-Casinos in Deutschland keine einheitlichen Regelungen. Die Neufassung des Glücksspielstaatsvertrags, der unter anderem für mehr Transparenz im Online-Glücksspielmarkt sorgen soll, wurde jüngst von der EU-Kommission in Brüssel als nicht tragfähig gerügt.

Wer also online spielen und wetten möchte, sollte sich im Vorfeld genauestens über den gewählten Anbieter informieren. Seriöse Anbieter zeichnen sich dadurch aus, dass sie über die Lizenz einer europäischen Glücksspielbehörde verfügen. Zudem sollte die Website stets über den sicheren https-Standard verfügen – schließlich übermittelt man sensible Zahlungsinformationen. Wenn PayPal als Zahlungsoption angeboten wird, ist dies ebenfalls ein gutes Zeichen – denn über diesen Dienst kann man Zahlungen relativ problemlos stornieren, sollte einmal etwas nicht stimmen. Und auch die Auszahlungsmodalitäten sind wichtig – dauert es etwa laut den AGBs des Anbieters Wochen oder gar Monate, bis ein Gewinn ausgezahlt wird, ist das eine zumindest fragwürdige Praxis.

Letzte Änderung am Montag, 20 März 2017 19:55