Wirtschaftsjunioren treffen Daniel Günther und Torsten Albig

Moderatorin Susanna Dienemann und Ministerpräsident Torsten Albig. Moderatorin Susanna Dienemann und Ministerpräsident Torsten Albig. Foto: hfr

Die Spitzenkandidaten erläutern exklusiv ihre Wirtschaftspolitik in und für Schleswig-Holstein

 

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(LOZ). Ein großer Tag für die Wirtschaftsjunioren in Lübeck: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig führte ein exklusives Gespräch mit 25 Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften aus Lübeck und Kiel. In der lockeren Atmosphäre der VfB-VIP-Lounge an der Lohmühle stellte Albig seine Kernforderungen in der Wirtschaftspolitik vor. Rechtsanwältin Susanne Dienemann, ehemaliges Vorstandsmitglied der Lübecker WJ, moderierte die ausführliche Fragerunde.

Bereits am 6. März hatten Wirtschaftsjunioren beider Städte die Gelegenheit, Oppositionsführer und Herausforderer Daniel Günther im persönlichen Gespräch in Kiel kennen zu lernen. Der Landesvorstand der WJ hatte sich für das erste Quartal 2017 zum Ziel gesetzt, es den jungen Wirtschaftsvertretern der Region zu ermöglichen, ihre Fragen zur Zukunft Schleswig-Holsteins direkt an die beiden Spitzenkandidaten zu stellen. „Mit der Gesprächsrunde hat der Landesvorstand sein Ziel erreicht und zwei hochkarätige Termine ermöglicht“, sagte Nils Passau, Mitglied des Landesvorstandes.

Dreh- und Angelpunkt von Albigs einführenden Worten war die Wirtschaftspolitik im ganzheitlichen Kontext. Für ihn bilden eine mutige Gründerkultur, ein verlässlicher Haushalt, eine bessere Bildung für alle und eine optimierte Infrastruktur – Straßen und Datenautobahnen – den politisch geschaffenen Rahmen, in dem Unternehmer erfolgreich wirtschaften können. Dabei versäumte der Ministerpräsident es nicht zu erwähnen, das Schleswig-Holstein die Nummer eins im Glasfaserausbau bundesweit sei: „28 Prozent aller Haushalte im Land haben die Chance, Highspeed-Internet zu nutzen“, verkündete er stolz.

In der anschließenden Fragerunde ging es mal ernst, mal heiter zu. Die Wirtschaftsjunioren stellten konkrete Fragen zu Finanzierungsmöglichkeiten von Bildung und Betreuung, wie die SPD sie anstreben, zur schnelleren Integration von Migranten und einer für Schleswig-Holstein erfolgreich gestalteten Energiewende. Auch der Umgang mit Herausforderungen wie dem langwierigen Ausbau der A20 oder dem erwarteten Fachkräftemangel waren Themen der Diskussion. Albig sorgte mit launigen Anekdoten für eine entspannte Atmosphäre, in der er mit seinen meist klaren, direkten Antworten ein positives Zukunftsbild des Landes zeichnete. Er hielt fest: „Ich kann mir grundsätzlich mit jeder demokratischen Partei eine Koalition vorstellen, denn: Es scheitern nie die Farben, es scheitern immer die Personen“.

Gastgeber des Lübecker Gesprächskreises war der Aktivkreis Politik der WJ Lübeck, der mit dieser Veranstaltung sein Ziel, die junge Wirtschaft mit den Akteuren der Politik zu vernetzen, konsequent verfolgt. Der Kreis der WJ Lübeck zählt etwa 80 Mitglieder, die sich auf unterschiedliche Art und Weise für die Lübecker Wirtschaft engagieren. Mitglied kann jeder werden, der selbstständig ist, in einer Führungsposition tätig ist oder dies anstrebt und unter 40 Jahre alt ist.

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit mehr als 10.000 Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).

Letzte Änderung am Freitag, 31 März 2017 17:56

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