Dienstag, 19 April 2016 13:33

Lärmgutachten für Schwarzenbek liegt erst Ende 3. Quartal 2016 vor

Lärmgutachten für Schwarzenbek liegt erst Ende 3. Quartal 2016 vor Foto: W. Reichenbächer

Schwarzenbek (LOZ). Der für den Verkehrsetat zuständige Hauptberichterstatter im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages und CDU-Bundestagsabgeordneter aus dem Herzogtum Lauenburg, Norbert Brackmann, teilt zum Schienenlärm in Schwarzenbek mit:

„Das geplante schalltechnische Gutachten der Deutschen Bahn Netz AG für die Ortsdurchfahrt Schwarzenbek wird erst Ende 3. Quartal 2016 vorliegen. Das teilte mir die Bahn auf Nachfrage mit. Nach dem ursprünglichen Zeitrahmen sollte das schalltechnische Gutachten bereits im 1. Quartal 2016 Ergebnisse liefern, woraus sich ableiten lässt ob und inwieweit Schwarzenbek Lärmschutzwände erhält.“

„Die Verzögerung war jedoch zu erwarten. In den Haushaltsberatungen 2016 hatte ich im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages eine Absenkung der Grenzwerte um 3 dB(A) zugunsten der Anwohner durchgesetzt. Ab 1. Januar gelten nun die neuen Grenzwert, nach denen der Bund freiwilligen Lärmschutz an bestehenden Schienentrassen leisten kann. Die neuen Grenzwerte sind der DB Netz AG vorgegeben. Wie mir die Bahn nun mitteilte, ist aufgrund dessen das schalltechnische Gutachten noch einmal umfassend zu überarbeiten. Die Ergebnisse des Lärmgutachtens werden deshalb die neuen, geringeren Grenzwerte berücksichtigen, womit auch die Chancen für die Lärmschutzsanierung in Schwarzenbek steigen. Die Zeitverzögerung ist zwar unschön, doch wenn wir dadurch in Schwarzenbek Lärmschutzwände oder besseren Lärmschutz erhalten, hat sich auch das Warten gelohnt“, erklärt Norbert Brackmann.

Hintergrund:
„Bestehende Schienentrassen unterliegen nicht der Verkehrslärmschutzverordnung. Es gibt damit keinen Rechtsanspruch auf Lärmsanierung. Der Bund übernimmt aus Bundesmitteln jedoch den freiwilligen Lärmschutz. Hierfür stellte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages 2016 alleine 150 Millionen Euro zur Verfügung.“

„Die Absenkung der Grenzwerte um jeweils 3 dB(A) hat zur Folge, dass der Bund seit 2016 Investitionen zur Lärmminderung an bestehenden Schienenwegen mit Baukostenzuschüssen finanzieren kann, wenn der Lärmpegel folgende neuen Werte überschreitet: Reinen / Allgemeinen Wohngebieten sowie Kleinsiedlungsgebiete: 67 dB (Tag) und 57 dB (Nacht) - Kerngebieten sowie Mischgebieten 69 dB (Tag) und 59 dB (Nacht)“, erläutert Brackmann die Hintergründe.

Letzte Änderung am Dienstag, 19 April 2016 17:40

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