Freitag, 11 November 2016 11:07

Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg wird ausgebaut

Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg wird ausgebaut Foto: W. Reichenbächer

Norbert Brackmann (CDU): 20 neue Stellen in Lauenburg für das Zukunftsprojekt am Elbe-Lübeck-Kanal gesichert und einen neuen Studiengang in Bauingenieurwesen geschaffen

 

Lauenburg/Berlin (LOZ). Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute den Einzelplan für Verkehr und digitale Infrastruktur abschließend in seiner Bereinigungssitzung beraten. Zu den gefassten personellen Beschlüssen erklärt der zuständige Berichterstatter Norbert Brackmann (CDU):

„Nachdem der Bund im Bundesverkehrswegeplan bereits 838 Millionen Euro für den Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals vorgesehen und damit ein gigantisches Wirtschaftsförderungsprogramm für die gesamte Region geschaffen hat, habe ich nun die Kolleginnen und Kollegen im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages auch überzeugen können, die erste Tranche der erforderlichen Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Insgesamt erhält das WSA in Lauenburg 2017 insgesamt 20 neue Stellen; der überwiegende Teil davon für Ingenieure.

Somit kann kurzfristig mit den Planungsarbeiten am Elbe-Lübeck-Kanal begonnen werden. Denn bereits vor wenigen Wochen war es mir gelungen, in einem ersten Schritt zusätzlich 10 Millionen Euro für Planungsarbeiten in den Bundeshaushalt einzustellen.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in Lauenburg, die vor kurzem noch auf dem Prüfstand war, wird mit diesem Beschluss auf längere Zeit erheblich ausgebaut. In der Spitze werden insgesamt 134 Vollzeitkräfte mit den anstehenden Ertüchtigungsmaßnahmen für den Kanal beschäftigt sein. Bis 2021 werden also noch weitere zusätzliche Stellen zu schaffen sein. Und der Ausbau erfolgt nicht nur in personeller Hinsicht. Um die künftig deutlich erhöhte Zahl der Mitarbeiter unterbringen zu können, soll das Gebäude am Dornhorster Weg einen Anbau erhalten. Bis zur Baufertigstellung können bis zu drei Jahre benötigt werden. Daher wollen wir auf dem dortigen Gelände übergangsweise eine Containerlösung schaffen, weil wir auf die Infrastruktur des WSA – sowohl in personeller als auch technischer Hinsicht – zurückgreifen wollen.

Da wir bereits heute vor dem Problem des Fachkräftemangels stehen und künftig die nun bereitgestellten Stellen auch besetzen wollen, werden wir mit den heute gefassten Beschlüssen ebenso einen vollständig neuen Studiengang im Bauingenieurwesen an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg schaffen.

Dafür haben wir insgesamt 11 Professorenstellen mit entsprechender Ausstattung, wissenschaftlichem sowie Laborpersonal in den Haushaltsetat einbringen können. Insgesamt sind das 65 Stellen. Das ist unsere Antwort auf die Entwicklung, dass immer weniger ausreichend geeignete Bewerber für die Laufbahnen des gehobenen und des höheren technischen Dienstes gewonnen werden können. Für die Bundeswehruniversität haben wir uns neben deren exzellenten Ruf vor allem entschieden, weil dort in Trimestern studiert wird und die ersten Ingenieure damit mindestens ein Jahr schneller verfügbar sind als an anderen Universitäten. Mit dieser Maßnahme werden wir in Zukunft dem zunehmenden Mangel an Ingenieuren entschieden entgegenwirken können. Der Standort Hamburg ist auf Grund der vor Ort benötigten Dienststellen von besonderer Attraktivität für zukünftige Studentinnen und Studenten. Der Studiengang ist ebenso für Angehörige der Bundeswehr attraktiv, da er Bewerberinnen und Bewerber aus Nord- und Ostdeutschland ein heimatnahes Bauingenieurstudium ermöglicht. Das Studium wird alle wesentlichen Kompetenzen eines bauingenieurwissenschaftlichen Studiums vermitteln.

Schwerpunkte sollen vorrangig im Verkehrswegebau liegen angeboten (Straßen-, Wasserstraßen-, Eisenbahnstraßen- und Brückenbau).“

„Ebenso werden ab 2017 für den Neubau der Schleuse Lüneburg/Scharnebeck als zentrales Wasserstraßenprojekt im Hinterlandverkehr des Hamburger Hafens 13 Stellen für das Neubauamt Hannover bereitgestellt. Bereits im vergangenen Jahr ist es mir gelungen, 4 Stellen für die Planungsarbeiten am Neubau der Schleuse Lüneburg/Scharnebeck mit Sitz in Lauenburg in den Bundeshaushalt einzustellen. Der Neubau der Schleuse ist ein wichtiger Schritt zum Ausbau des Elbe-Seiten-Kanals für die Region und die Wirtschaft insgesamt. Wichtige deutsche Unternehmen haben ihre Fabriken am Mittellandkanal in Niedersachsen. Somit heben wir das Wachstumspotential des Elbe-Seiten-Kanals in erheblichem Maße und bereiten die Schleuse in Scharnebeck auf die zukünftig steigenden Transportzahlen auf dem Elbe-Seiten-Kanal vor.“

Letzte Änderung am Freitag, 11 November 2016 11:20

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