Montag, 31 Oktober 2016 08:54

Keine Unterstützung der LWG für Wiederwahl von Bürgermeister Andreas Thiede

Trotz diverser Rückschläge gilt die Wiederwahl von Bürgermeister Andreas Thiede als sicher. Trotz diverser Rückschläge gilt die Wiederwahl von Bürgermeister Andreas Thiede als sicher. Foto: W. Reichenbächer

Lauenburg (LOZ). Im Gegensatz zu CDU und SPD wird die Lauenburger Wählergemeinschaft (LWG) Bürgermeister Andreas Thiede nicht bei seiner Kandidatur für eine zweite Amtszeit unterstützen, so die beiden LWG-Vorsitzenden Ulrike Köller und Hans Klessascheck.

Als Hauptgrund für ihre Ablehnende Haltung führen die LWG-Politiker die Situation der Elbestadt an, die heute in vielerlei Hinsicht schlechter sei, als beim Amtsantritt des Bürgermeisters im April 2011. So sei die von Thiede immer wieder verkündete Aufbruchsituation in Lauenburg nicht nur gänzlich ausgeblieben, sondern genau das Gegenteil eingetreten: „Jedem der heute mit offenem Blick durch Lauenburg geht, drängt sich doch der Eindruck einer sterbenden Stadt auf, in deren Zentrum Leerstand, baulicher Verfall und Verschmutzung vorherrschen“ so Ulrike Köller. Auch die Einkaufssituation für die Bürger hat sich weiter verschlechtert. Hinsichtlich der Verkehrsproblematik sind keinerlei Fortschritte zu verzeichnen. Ein nachhaltiger Hochwasserschutz lässt immer noch auf sich warten und keine einzige der immer wieder großspurig angekündigten Investitionen und Firmenansiedlungen wie das Luxushotel, die Marktgalerie, der EDEKA-Neubau, eine Hochschule im Schloss, Mc Donalds, ein Elektronikmarkt, die Hefefabrik oder die barrierefreie Wohnanlage wurden realisiert. Und was ist eigentlich aus der beschlossenen Partnerschaft mit einer chinesischen Großstadt sowie der 100 Mio. Euro Investition des Herrn Chen geworden, fragt die LWG-Stadtvertreterin?“

„Wer angesichts dieser Tatsachen von Aufbruch spricht hat doch ganz offensichtlich jeglichen Kontakt zur Realität verloren und leidet vermutlich unter einer Form von psychologischer Autosuggestion“ kritisiert Klessascheck weiter.

„Die LWG hat sich deshalb aktiv um eine Gegenkandidatin bemüht und konkrete Gespräche mit einer sehr qualifizierten Bewerberin aus der Region geführt, die sich aber aus familiären Gründen leider gegen eine Kandidatur entschieden hat. Somit steht der Amtsinhaber am 27. November als einziger Kandidat auf dem Wahlzettel“, bedauert die LWG.

„Eigentlich sollte die Beteiligung an demokratischen Abstimmungen ja eine Selbstverständlichkeit für jeden Bürger sein. Allerdings ist eine Wahl mit nur einem Kandidaten eine Farce. Wirkliche Demokratie lebt vom Wettbewerb unterschiedlicher Personen und Konzepte. Da beides in Lauenburg nicht gegeben ist dürfte es nicht verwundern, wenn die Wahlbeteiligung einen bisher nicht gekannten Tiefstand erreicht“, so Köller abschließend.

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