Dienstag, 28 Februar 2017 12:33

Regionale Küche mit Zukunft: Kochausbildung im Herzogtum Lauenburg

Der Küchenchef des Ratzburger Hotels und Restaurants "Seehof" Dennie Zurmöhle mit seinen Auszubildenden Wiktor Preis und Herrmann Struwe (v.l.) in der Ausbildungsküche des Berufsbildungszentrums Mölln. Der Küchenchef des Ratzburger Hotels und Restaurants "Seehof" Dennie Zurmöhle mit seinen Auszubildenden Wiktor Preis und Herrmann Struwe (v.l.) in der Ausbildungsküche des Berufsbildungszentrums Mölln. Foto: hfr

Lesezeit: 2 Minuten

Mölln (LOZ). Alljährlich ist der „Lauenburg’sche Teller“ die Leistungsschau der lauenburgischen Küche. Mit Kreativität und Können zaubern die Köchinnen und Köche regionale Gerichte mit Pfiff. Dass der Kochnachwuchs ihnen fleißig nacheifert, konnte er in den letzten beiden Jahren mit aufwändigen Desserts unter Beweis stellen. Auch in diesem Jahr werden die Auszubildenden des Berufsbildungszentrums (BBZ) Mölln unter der Leitung ihres Fachlehrers Stephan Fritze zeigen, was sie gelernt haben.

Seit 2012 wird die Ausbildung zum Koch/Köchin am BBZ Mölln angeboten. Bis heute gibt es zwei Abschlussjahrgänge mit insgesamt circa 30 Absolventen. Unter ihnen ist sogar der Landessieger der schleswig-holsteinischen Landesjugendmeisterschaften der Köche 2016: Thorsten Niemann lernte sein Handwerk im Restaurant „Zum weißen Ross“ in Mölln. Momentan lernen 17 Auszubildende im ersten Lehrjahr sowie jeweils 12 im zweiten und dritten Lehrjahr. Die Quote der Abbrecher liegt in den BBZ-Klassen mit 25 Prozent vergleichsweise niedrig.

Die meisten Auszubildenden kommen aus lauenburgischen Betrieben. Das BBZ Mölln und die Betriebe der Region stellen pro Jahr rund 30 Ausbildungsplätze zur Verfügung. 20 bis 25 von ihnen können meist besetzt werden. Der Nachwuchs wird dringend benötigt, denn gutes Personal ist knapp. Dabei hat der Beruf des Kochs zahlreiche positive Aspekte zu bieten. So können ausgebildete Köche nicht nur in ganz unterschiedliche Betriebsarten gehen, z.B. Hotels, Restaurants, Mensen und andere Großküchen. Darüber hinaus steht ihnen auch der Weg in die industrielle Lebensmittelproduktion offen. Wichtig für junge Menschen ist auch die Option, weltweit tätig zu werden und im Ausland Erfahrungen und Qualifikationen zu sammeln. Und auch der Schichtdienst bietet durchaus nicht nur Nachteile, sondern verschafft auch Variabilität.

Die Ausbildungsbetriebe im Herzogtum Lauenburg sind vornehmlich kleine Betriebe. Das allerdings bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, schnell einen guten Einblick in die Struktur der Betriebe zu erhalten sowie in alle Abläufe eingebunden zu werden. So übernehmen im Hotel „Der Seehof“ in Ratzeburg bereits Auszubildende aus dem zweiten Lehrjahr eigenverantwortlich eigene Arbeitsbereiche, wie z. B. die des Entremétiers (Beilagen) oder des Sauciers. Küchenchef Dennie Zurmöhle berichtet: „Einmal im Jahr findet bei uns zudem ein Azubi-Essen statt, bei dem etwa 60 Angehörige verköstigt werden. Unsere Auszubildenden aller Fachbereiche planen gemeinsam die gesamte Veranstaltung und sind vom Einkauf, über die Zubereitung bis hin zum Service alleine für einen gelungenen Ablauf verantwortlich.“

Bei entsprechender Eignung werden die meisten Auszubildenden im Anschluss übernommen. Zugute kommt den lauenburgischen Betrieben die Heimatverbundenheit ihrer Auszubildenden. So bleiben sie oft in den Betrieben. Auf diese Weise leistet das BBZ Mölln einen wesentlichen Beitrag zur Förderung des Nachwuchs, der schon bald seine eigenen Kreationen zum „Lauenburg’schen Teller“ präsentieren kann.

Schreibe einen Kommentar

Nach der Eingabe müssen die Kommentare erst von der Redaktion freigegeben werden.