Donnerstag, 09 März 2017 18:34

Tuberkulosefall an der Grüppentalschule Escheburg

Tuberkulosefall an der Grüppentalschule Escheburg Foto: hfr

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Escheburg (LOZ). An der Grüppentalschule in Escheburg ist ein Fall von offener und ansteckender Lungentuberkulose aufgetreten. „Es besteht aber deshalb kein Grund zur Panik, da keine akute Gefahr für die Kinder und Lehrkräfte an der Schule besteht“, sagte der Amtsarzt und Leiter des Kreisgesundheitsamtes Dr. Eckhart Fink.

Am Montag, 13. März, um 18 Uhr findet deshalb ein Elternabend für alle Eltern der Schule statt, in dem das Gesundheitsamt über die Erkrankung, die resultierende Gefährdung für die Kinder sowie das Personal der Schule (Kontaktpersonen) und die weiteren Maßnahmen informieren wird.

Um herauszufinden, ob sich Kinder angesteckt haben, sind zwei Bluttest erforderlich. Der erste Bluttest hat unverzüglich zu erfolgen. Die Blutentnahmen werden durch das Gesundheitsamt in der Schule vom Mittwoch, 15. bis Freitag, dem 17. März durchgeführt. Das Kreisgesundheitsamt bittet die Eltern, ihre Kinder nach Möglichkeit zur Blutentnahme zu begleiten. Ein zweiter Bluttest ist acht Wochen nach letztem Kontakt, also Anfang Mai, erforderlich. Die vom Gesundheitsamt im Rahmen der Umgebungsuntersuchung durchgeführten Bluttests sind für die Eltern kostenfrei. Derzeit besuchen 138 Kinder die Grüppentalschule in Escheburg, untersucht werden rund 100 Kinder. Außerdem müssen 25 Erwachsene, die an der Schule arbeiten, untersucht werden. Hier ist aber nur eine Untersuchung im Mai, etwa acht Wochen nach dem letzten Kontakt ausreichend.

Das Gesundheitsamt hat den Eltern der Schule mit der Einladung zum Elternabend auch umfangreiche Informationen über die Ansteckungsmöglichkeiten und Symptome der Lungentuberkulose übersandt. „Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch das langsam wachsende Tuberkulosebakterium verursacht wird. Die häufigste Form ist die Lungentuberkulose. Die Ansteckung erfolgt praktisch nur über die Atemwege von einem Menschen auf den anderen, allerdings erkranken die meisten Menschen mit gesundem Immunsystem in der Regel nach dem Einatmen von Tuberkulosebakterien nicht“, betonte Dr. Fink.

Symptome der Tuberkulose sind wochenlanges Husten oder Hüsteln, manchmal mit Blutbeimengungen, Nachtschweiß, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, manchmal leichtes Fieber oder auch Schmerzen in der Brust.

Häufig beginnt die Erkrankung mit wenigen oder keinen Beschwerden. Nicht alle Tuberkulosekranken fühlen sich schwerkrank. Bei länger als zwei bis drei Wochen andauerndem Husten und Auftreten weiterer, zuvor erwähnter Beschwerden rät Dr. Eckhart Fink, einen Arzt aufzusuchen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 09 März 2017 18:53

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