Dienstag, 06 Dezember 2016 19:06

SPD fordert von der CDU Verlässlichkeit und Seriosität ein

SPD fordert von der CDU Verlässlichkeit und Seriosität ein Foto: hfr

„Das städtische Seniorenheim ist keine parteipolitische Manövriermasse“

 

Geesthacht (LOZ). Zur Pressemitteilung der CDU und der Forderung, das städtische Seniorenzentrum abzuwickeln, erklärt die Geesthachter SPD:

„Die SPD hält an der unter den Fraktionen vereinbarten Vertraulichkeit über die laufenden Verkaufsverhandlungen, die Bürgermeister und Erster Stadtrat zurzeit führen, fest. Die CDU gefährdet durch das Ausplaudern von Verhandlungsdetails die Vermögensinteressen der Stadt massiv. Die SPD hat weiterhin großes Vertrauen in die Verhandlungsführung der Geesthachter Verwaltungsspitze.

Dieses Vertrauen ist gerechtfertigt. Es werden gut vorbereitet zielstrebig die Möglichkeiten ausgelotet, das Seniorenheim Katzberg in verantwortungsvolle neue Hände zu geben. Die Ergebnisse dieser Gespräche wollen wir abwarten. Zeitdruck und öffentliche Spekulationen helfen immer nur dem Kaufinteressenten, nie dem Verkäufer. Am Ende gilt es, das verhandelte Paket und mögliche Alternativen zu bewerten und zu entscheiden. Dafür nehmen wir uns die nötige Zeit und geben sie auch unserer Verwaltungsspitze“, fasst der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und der Sozialausschussvorsitzende Hartmuth Döpke die Position der SPD zusammen.

„Wer wie die CDU zunächst rund 400.000 Euro für Beratungsleistungen zum Fenster herausgeworfen hat und „auf Teufel komm raus“ privatisieren wollte, sollte jetzt die nötige Geduld aufbringen. Schließlich war die CDU dafür verantwortlich, dass über zwei Jahre mit einem völlig ungeeigneten Kaufinteressenten verhandelt wurde und diese Verhandlungen viel zu spät abgebrochen wurden“, äußert auch der Finanzausschussvorsitzende Jan-Mathias Koller (SPD) sein Unverständnis. „Die SPD strebt nach wie vor eine Lösung an, die für die Beschäftigten und für die Bewohner und Bewohnerinnen eine Perspektive in einer wettbewerbsfähigen Einrichtung ermöglicht. Dafür sollen alle Optionen ausgelotet werden. Erst, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, kann über die verschiedenen Möglichkeiten entschieden werden. Profilneurosen und Schnellschüsse helfen niemandem, am allerwenigsten auch der Stadtkasse.“

„Die CDU nimmt eine Schädigung des städtischen Seniorenheims und der laufenden Verhandlungen billigend in Kauf. Ihr fehlt es in jeder Hinsicht an Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, das Ziel der CDU sei es, das städtische Altersheim sturmreif zu schießen und andere finanzielle Interessen als die der Stadt zu vertreten. Erst konnte es der CDU nicht schnell genug mit dem Verkauf gehen. Jetzt kann es nicht schnell genug mit der Entlassung der 80 Beschäftigten und dem Herauskomplementieren von rund 100 Bewohnern und Bewohnerinnen gehen. Ein städtisches Seniorenheim ist aber keine parteipolitische Manövriermasse. Erneut rückt der CDU-Fraktionschef von Absprachen ab, und beweist erneut, dass er kein zuverlässiger Partner ist und munter nach dem Motto handelt – „was schert mich mein Geschwätz von gestern“, so Petra Burmeister, SPD-Pressesprecher und für die SPD im Finanzausschuss.

Letzte Änderung am Dienstag, 06 Dezember 2016 19:43

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