Donnerstag, 16 März 2017 17:03

Uwe Möller sagt „Ja“ zur 4. Amtszeit

Es gibt auch noch genug für eine vierte Amtszeit zu tun, die Bürgermeister Uwe Möller gern machen würde. Es gibt auch noch genug für eine vierte Amtszeit zu tun, die Bürgermeister Uwe Möller gern machen würde. Foto: W. Reichenbächer

Kein weiterer Kandidat um das Bürgermeisteramt im Rennen

 

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Büchen (LOZ/wre). Bereits drei Amtszeiten hat er hinter sich, aber von Amtsmüdigkeit keine Spur. Uwe Möller (59) ist seit 2000 Bürgermeister von Büchen. Sein Markenzeichen ist das Fahrrad. Gemäß dem Büchener Motto „Eine Region bewegt sich“ fährt er regelmäßig durch die Gemeinde und prüft das Vorankommen einzelner Projekte und hat immer gerne Zeit für ein gutes Gespräch und die Sorgen und Nöte der Bürger. „Ich muss nicht, aber es ist mir ein Herzenswunsch, angeschobene Projekte noch ein Stück weit zu begleiten“, so Uwe Möller. Weitere Bewerbungen liegen nicht vor. Uwe Möller ist somit der einzige Kandidat.

Die Bürgermeisterwahl findet am 7. Mai zusammen mit der Landtagswahl statt. Auch wenn es keinen Gegenkandidaten gibt, hofft der Bürgermeister auf eine starke Beteiligung. „Der Termin wurde extra so gewählt, damit die Kosten für Büchen durch eine gesonderte Wahl nicht nach Oben gehen“, erklärt Möller. Es wäre zwar auch noch der Termin der Bundestagswahl im September gegangen, doch das hätte knapp werden können. Mit der Zusammenlegung der Bürgermeisterwahl mit der Landtagswahl könnte die Wahlbeteiligung auch wieder steigen, die immer weiter gesunken ist. Hatten sich 1999 noch 68,8 Prozent der Wahlberechtigten an der Bürgermeisterwahl beteiligt, waren es 2005 nur noch 52,7 Prozent und sank dann 2011 auf 34,6 Prozent. 2005 und 2011 kreuzten jeweils über 90 Prozent ein „Ja“ auf ihrem Stimmzettel für Uwe Möller an.

Zwischen drei und acht Monaten vor der neuen Amtszeit muss die Wahl durchgeführt werden. In Büchen beginnt die neue Amtszeit am 6. Januar 2018. „Wenn es jetzt mehrere Kandidaten gegeben hätte, und es zu einer Stichwahl gekommen wäre, wäre bei einer Wahl im September alles sehr knapp geworden“, erklärt Möller. Warum es keinen Gegenkandidaten gibt, kann Möller nicht erklären. Lediglich bei seiner ersten Wahl im Jahr 2000 gab es mit Joachim Bretzke (CDU) einen Gegenkandidaten, der mit 42,7 Prozent der Stimmen die Wahl verloren hatte. Danach gab es für Uwe Möller keine Gegenkandidaten mehr. „Man muss das Amt aber auch lieben. In der Woche kommen locker 60 bis 70 Arbeitsstunden zusammen. Man ist eigentlich immer im Dienst, denn die Bürger sprechen einen auch in der Freizeit an“, so Möller. Für den Amtsinhaber, der sich stark mit seiner Gemeinde verbunden fühlt, sei dies aber kein Problem. Die vierte Amtszeit wird dann aber auch die Letzte für Möller sein. „Zum Ende der Amtszeit bin ich dann 66 Jahre, dann ist ohnehin Schluss, weil die Altersgrenze erreicht ist“, erklärt Uwe Möller.

Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist das sich die Mehrheit gegen Möller entscheidet, würde dann die Gemeindevertretung den Bürgermeister wählen. „Ich würde aber dafür nicht zur Verfügung stehen“, so Möller, der nicht gegen die Entscheidung der Bürger im Amt bleiben möchte.

Es gibt noch viele Projekte, die Uwe Möller gern weiter begleiten würde. „Büchen ist in Bewegung, aber es ist und bleibt ein Kleinod, das den Bürgerinnen und Bürgern ein Gefühl von ‚Nach Hause kommen‘ vermittelt, das ist mir wichtig“, erzählt Uwe Möller. Nicht von ungefähr macht er sich für den sozialen Wohnungsbau stark, damit einkommensschwache Menschen ein richtiges Zuhause haben. Bei mindestens 750 betroffenen Haushalten setzt er sich dafür ein, dass langfristig ein Bestand von 400 preisgebundenen bzw. im kommunalen Eigentum befindlichen Wohnungen zur Verfügung steht. Bereits im Frühjahr 2017 soll der Bau von 35 Wohnungen im sozial geförderten Wohnungsbau in der Straße An den Eichgräben beginnen.

Parallel laufen die Planungen für die über 70.000 Quadratmeter große Wohnungsbaufläche am Ortsausgang Pötrau. Hier sollen im nächsten Jahr mehr als 90 Grundstücke, davon neun für Mehrfamilienhäuser, baureif erschlossen werden. „Über 50 Vormerkungen haben wir schon“, freut sich der amtierende Verwaltungschef.

Auch der Um- und Ausbau des Bahnhofs als moderne Mobilitätsdrehscheibe wird weitergehen. Erst im Januar dieses Jahres nahm Uwe Möller von Minister Reinhard Meyer den Förderbescheid in Höhe von beachtlichen 5,26 Millionen Euro entgegen. „Eine besondere Wertschätzung des Projektes und unserer Region“ so Uwe Möller.

Im Rahmen des im Frühjahr 2015 ins Leben gerufenen Ortsentwicklungskonzepts ist auch die soziale Infrastruktur mit Ärzten, Apotheken, Senioreneinrichtungen, Kitas, Schulen, Sportanlagen und dem Waldschwimmbad im Umkreis von maximal einem Kilometer um den Busbahnhof ein zentraler Punkt. „Dass wir damit richtig liegen, zeigt uns die Akzeptanz des Sparkassencenter-Neubaus mit dem darin angeschlossenen Gesundheitszentrum“, so Möller.

Auch das Gewerbegebiet füllt sich weiter und freie Flächen stehen zur Verfügung und werden beworben.

Einen Wunsch hat Uwe Möller noch für die Zukunft: „Es wäre schön, wenn wir hier mehr Gastronomie hätten, aber leider haben wir darauf keinen Einfluss.“

Bei aller Tatkraft und Zukunftsplänen, weiß Uwe Möller auch, was er nicht will: „Windkraftanlagen gehören nicht vor die Haustür von Büchen“, ist er sich sicher und ruft alle Büchener auf, das öffentliche Beteiligungsverfahren, das bis zum 30. Juni 2017 läuft, zu nutzen, um sich zu den Plänen der Landesregierung auszusprechen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 16 März 2017 17:11

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