Dienstag, 14 März 2017 16:48

Junge Union wirft Aktiven Bürgern Populismus vor

Junge Union wirft Aktiven Bürgern Populismus vor Foto: hfr

Der Streit um das Jugendzentrum geht weiter

 

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Büchen (LOZ). Die Junge Union freut sich über die durch die CDU angestoßene Debatte um eine Alternative für das neu zu bauende Jugendzentrum. „Die horrenden Kosten des Jugendzentrums stoßen bei vielen Bürgern auf wenig Verständnis. Es ist gut, dass wenigstens eine Fraktion in der Gemeindevertretung einen Blick auf das begrenzt gefüllte Portemonnaie des Steuerzahlers hat“, meint Florian Slopianka, der Amtsverbandsvorsitzende der JU.

Die jungen Christdemokraten kritisieren den Umgang der anderen Fraktionen mit der Suche nach Alternativen. „Während die Sozialdemokraten nur das Argument haben, dass man an einmal gefassten Beschlüssen bis in alle Ewigkeit festhalten müsse, äußern die ABB weitere fragwürdige Thesen“, so Slopianka.

Slopianka weiter: „Deren Fraktionsvorsitzender Markus Räth verfällt in seiner jüngsten Stellungnahme in populistische Thesen. Alternativen zu suchen, sei Geld verbrennen. Auf den ersten Blick mag das stimmen, da Planungen immer Geld kosten. Auf den zweiten Blick aber sollte man erkennen, dass der Vorschlag der CDU- Fraktion inklusive weiterer Planungskosten und eines möglichen Grundstückkaufes deutlich unter den etwa 1,5 Millionen der derzeitigen Planungen liegt“.

Des Weiteren meint der Vorsitzende der JU: „Genauso populistisch ist es, die Behauptung in den Raum zu stellen, lediglich der Standort am Schulweg sei beschlossen. Nein, es ist bereits eine Variante für den Standort beschlossen, nämlich das Gebäude in den Wall zu bauen. Mit dieser Variante ist der Kostenexplosion der Bau- und Instandhaltungskosten Tür und Tor geöffnet. Ebenso hat sich keine Fraktion für einen Bauwagen als Jugendzentrum ausgesprochen.“

Außerdem mahnt die Junge Union, dass von Beginn an in erster Linie ein Jugendzentrum und keine Begegnungsstätte geplant worden sei. So sollten im JUZ auch andere Aufgaben wahrgenommen werden, wie es im Ortsentwicklungskonzept der Gemeinde stehe. Dennoch steht auch im Ortsentwicklungskonzept die Bezeichnung als Jugendzentrum. „Es ist schon verwunderlich, dass auf allen Tagesordnungen der Ausschüsse von einem Jugendzentrum die Rede war. Erst jetzt, da die öffentliche Kritik an den immensen Kosten lauter wird, spricht man nicht mehr von dieser Bezeichnung“, wundert sich auch Jan Skillandat, stellvertretender Vorsitzender der JU.

Die offene Kinder- und Jugendarbeit müsse nach CDU- und JU- Meinung höchste Priorität haben, weiß Florian Slopianka zu berichten: „Die Bedeutung der Jugendarbeit hat Bert Müller (CDU) auf der Gemeindevertretersitzung ausdrücklich betont. Die CDU möchte die offene Kinder- und Jugendarbeit nicht einschränken, sondern erweitern, damit alle Jugendlichen bis 25 Jahre im Konzept einbegriffen sind. Dies scheint Markus Räth wohl entgangen zu sein. Ebenso tun die ABB so, als seien sie die ersten, die ein Konzept für das Jugendzentrum vorlegen. Allerdings gibt es bereits zwei Konzepte aus den anderen beiden Fraktionen. Das dritte Konzept kann dann ja gerne in die Diskussion einfließen.“

Zudem brauche man keine 2.500 Quadratmeter (Grundstücks-)Fläche. Nach Meinung der Jungen Union könne man mit einem guten Konzept und ggf. durch das Nutzen anderer Räumlichkeiten für Veranstaltungen o.ä. zu einem mindestens ebenso guten Ergebnis gelangen. Außerdem habe die Gemeinde in der neuen Rettungswache auch eine Möglichkeit für die Nutzung durch Vereine und Verbände vorgesehen.

„Zusammenfassend muss man den Aktiven Bürgern Büchen dazu raten, sich an Fakten zu halten und nicht in Populismus mit alternativen Fakten zu verfallen. Stattdessen sollten sich alle Fraktionen neuen Ideen für ein, wohlgemerkt, Jugendzentrum öffnen und so die sachliche Diskussion führen. Dies bekommt dem Portemonnaie des Steuerzahlers am besten“, konstatiert Florian Slopianka.

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