Sonntag, 12 März 2017 17:10

Aktive-Bürger-Büchen machen sich für eine Begegnungsstätte stark

Aktive-Bürger-Büchen machen sich für eine Begegnungsstätte stark Foto: W. Reichenbächer

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Büchen (LOZ). Im Frühjahr 2015 begann die Erstellung Ortsentwicklungskonzeptes (OEK) für die Gemeinde Büchen. Ein OEK ist ein vorausschauendes Instrument für die zukünftige Entwicklung eines Ortes. Die Entwicklung von Wohnflächen, Gewerbeflächen und anderen gemeindlichen Infrastrukturen wird geplant. Auch aber die Entwicklung von Flächen, die von Bebauung freizuhalten sind und der Natur- und Umweltschutz. Diese Entwicklung wird von der Staatskanzlei Kiel ausdrücklich begrüßt und das OEK wurde von der Gemeindevertretung beschlossen.

Zur sozialen Infrastruktur macht das OEK (siehe unter www.amt-buechen.de) die Aussage, dass das künftige Jugendzentrum Begegnungsstätte wird. Diese Entwicklung unterstützt die Fraktion Aktive-Bürger-Büchen (ABB).

Die Integration von Menschen, die zu uns gekommen sind und kommen, hält die ABB für eine wichtige Aufgabe. „An diesem Standort besteht Möglichkeit einer Integrationsarbeit. Eine klare Absage erfolgt an die Absicht, überschüssige Container zu beschaffen, um diese im Gewerbegebiet aufzustellen und hier Integrationsarbeit zu leisten“, sagt der Fraktionsvorsitzende Markus Räth.

„Für die Jugendpflege bedarf es angemessener, moderner Räumlichkeiten. Andere Fraktionsmitglieder äußern sich dahingehend Bauwagen am Busbahnhof aufzustellen und hier Jugendarbeit zu leisten. Diese billige Lösung reicht der ABB nicht. Kinder- und Jugendarbeit braucht ordentliche Räume und Ausstattung“, untermauert Räth seine Forderung.

Die Begegnungsstätte gegenüber dem Schulzentrum eröffnet das Angebot auch für Vereine und Verbände. Die Räumlichkeiten des Schulzentrums für sportliche Aktivitäten sind ausgebucht. Die ABB setzt sich dafür ein, dass Vereine die Begegnungsstätte nutzen zu können.

Die ABB unterstützt auch das Angebot für Dritte die Begegnungsstätte zu nutzen. Es ist u.a. ein Raum für den NABU Büchen vorgesehen, andere sollen die Räumlichkeiten nutzen können, Bands sollen das Außengelände mit Leben füllen.

Für die Begegnungsstätte war die Vorgabe aus dem Jugendausschuss mit rund 2.000 Quadratmetern Außenfläche und circa 500 Quadratmetern Gebäudefläche. „Die geplanten Kosten für diese Flächen sind angemessen kalkuliert und im Haushalt bereits festgestellt. Die ABB hält an diesen Zielen im gebilligtem Bebauungsplan fest. Auch soll eine Naturerlebnisfläche zur Umwelterziehung im Außenbereich entstehen“, erklärt Räth.

In diesem Stadium der weit vorangebrachten Planung einen anderen Standort zu favorisieren hält die ABB, nachdem man runs 10 andere Standorte untersucht hat, für nicht zielführend. Es sind jetzt für Städteplanung, Natur/Umwelt-Planung und Architektenkosten schon erhebliche Kosten entstanden. Dies auf Steuerzahlerkosten zu verbrennen, hält die ABB für falsch. „Hier plant die Gemeinde auf eigenem Grund. Andere eigene Grundstücke sind bisher nicht vorgeschlagen und fremde würden die Kosten in die Höhe treiben. Insofern wurde bisher festgestellt, dass andere Planungen nur Mehrkosten entstehen lassen. Insofern ist in den zwei Jahren gut gedacht worden und die sinnvollste Lösung beschlossen worden. Es sei denn man verabschiedet sich von einer Begegnungsstätte in Büchen, will Jugendpflege abspecken, Angebote für Dritte nicht zulassen, Integration nicht fördern, Vereinsarbeit ausschließen und will damit nur eine billige Lösung“, so Räth mit Blick auf seine ehemaligen Fraktionskollegen der CDU, die die bisherigen Planungen lieber verwerfen würden.

Die ABB meint: „Vielmehr ist an der Zielplanung des OEK festzuhalten, die Kräfte hierfür gestalterisch zu bündeln. Zurzeit ist nur der Standort am Schulweg beschlossen. Aber ein idealer Ort, der Ressourcen bündelt und damit Kosten spart. Zentral, ZOB, Schule, Bücherei, Sporthallen, Mensa, Parkraum, Schulsozialarbeit, VHS und Kita sind in direkter Nähe.“

Über die künftige Ausgestaltung der Bebauung muss noch beraten und beschlossen werden. „Die Umsetzung der Bebauungsplanung wird seine Zeit kosten, Arbeit bedürfen und es bleibt zu erwarten, dass die Planung umgesetzt werden kann. Die ABB bringt sich hier aktiv gestalterisch ein“, so Räth abschließend.

Für die Ausarbeitung eines Konzeptes für die Begegnungsstätte wird die ABB einen Vorschlag machen und hat die abschließende Erarbeitung und Beschlussfassung im Jugendausschuss beantragt.

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