Freitag, 30 Dezember 2016 19:50

Bürgermeister Uwe Möller blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück

Büchens Bürgermeister Uwe Möller an seiner „To-Do-Liste“ mit vielen Projekten und Aufgaben für die kommenden Jahre. Büchens Bürgermeister Uwe Möller an seiner „To-Do-Liste“ mit vielen Projekten und Aufgaben für die kommenden Jahre. Foto: W. Reichenbächer

„Gern würde ich noch eine weitere Amtszeit dranhängen“

 

Büchen (wre). Es war ein arbeitsreiches Jahr für Bürgermeister Uwe Möller. Es wurde viel geschafft, aber es gibt auch noch eine Menge zu tun, resümiert Möller. Darum will er sich auch noch einmal am 7. Mai 2017 zur Wahl stellen. An diesem Tag wird auch der Landtag in Schleswig-Holstein gewählt.

Seit 1999 ist der Bürgermeister im Amt. „Solange ich mit Begeisterung dabei bin sitze ich hier richtig“, erklärt Möller, und fügt an, dass er sich noch immer für das Bürgermeisteramt in Büchen begeistern kann. „Ich fühle mich wohl im Amt, für mich gehört das Gestalten zum Bürgermeisteramt“, so Möller. Der in Büchen aufgewachsene Uwe Möller könne sich aber nicht vorstellen, in einer anderen Stadt als Bürgermeister tätig zu sein. Für ihn ist die Verbindung zu seiner Heimatgemeinde wichtig.

Es lag zwar viel Arbeit in diesem Jahr an, und auch das kommende Jahr wird für Uwe Möller nicht langweilig werden, aber der Spaß an dem Amt wiegt die Belastung auf. Auch wenn Möller von seinem Schreibtisch auf eine Wand voller Zettel blickt, wo Aufgaben und geplante Fertigstellungstermine daran erinnern, dass man als Bürgermeister nicht unbedingt einen ruhigen Job schiebt.

Eines der derzeitigen Großprojekte ist die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes. „Leider gibt es da Verzögerungen“, berichtet Möller. Eine nicht verzeichnete Schwerlastwand tauchte auf. Die über 100 Jahre alte Wand musste aufwendig geprüft werden, es waren dafür extra Statiker der Bahn vor Ort. Daher wird die Sperrung an der Lauenburger Straße vier Wochen länger bis voraussichtlich Ende Februar dauern, wenn das Wetter mitspielt. Dann soll im zweiten Quartal im kommenden Jahr mit den Arbeiten auf der anderen Bahnhofsseite begonnen werden. „Das ist die Landesweit größte Baustelle an einem Bahnhof“, sagt Möller. Daher finden auch alle zwei bis drei Wochen Arbeitssitzungen statt. „Wir bewegen viel Geld für den Ort, haben aber auch hohe Zuschüsse bekommen“, freut sich Möller. Das Ergebnis soll ein moderner Bahnhof mit entsprechendem Umfeld sein, der den Bürgern im Amtsgebiet zugutekommt. Gerade der Bahnhof ist auch ein wichtiger Faktor als Wohnort.

Stolz ist Möller auch auf die Entwicklung der Gemeinschaftsschule. „Im kommenden Jahr haben wir den ersten Abiturjahrgang“, sagt Möller. Vor rund 15 Jahren begannen in Büchen die Diskussionen, ob eine Oberstufe umsetzbar wäre. Nicht alle Beteiligten waren gleich begeistert, zeigten sich dann aber später überzeugt vom Ergebnis. Die Schule wird gut angenommen. „Die Dreizügigkeit haben wir erreicht“, so Möller. Die Anmeldezahlen seien sehr gut. In diesem Zusammenhang lobt Möller auch das Engagement der Schule und der Gemeinde, die gemeinsam mit der Wirtschaft die Berufsorientierung vorantreiben, wo auch das Beruferondell oder die Ausbildungsmesse dazugehören.

Ein Projekt, das schon angeschoben wurde, aber die Gemeinde noch einige Jahre beschäftigen wird, ist der soziale Wohnungsbau. „Wir brauchen mehr Wohnungen für Singles und Senioren. Vor allem bezahlbar muss er sein“, so Möller. Eine vom Amt in Auftrag gegebene Studie geht davon aus, dass in den kommenden Jahren rund 750 Wohnungen im Amtsgebiet benötigt werden. Mindestens 400 Wohnungen sollen davon Preisgebunden sein, also auch für Bürger mit geringem Einkommen zur Verfügung stehen. „Es ist richtig, dass die Gemeinde sich zum sozialen Wohnungsbau entschieden hat“, so Möller. Die ersten 35 Wohneinheiten sind bereits an den Eichgräben in Vorbereitung.

Von vielen Bürgern noch gar nicht bemerkt, wurde auch das Zukunftslogo der Gemeinde erneuert. „Jetzt steht unser Leitspruch ‚Eine Region bewegt sich…‘ mit drauf“, erklärt Möller. „Das passt sehr gut, weil sich gerade sehr viel hier bei uns bewegt“, ergänzt Möller. „Auch das Gewerbe entwickelt sich gut“, sagt Möller. Rund 14 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen hat die Gemeinde in diesem Jahr eingenommen. Sonst liegt der Betrag eher bei vier Millionen Euro. Von den Mehreinnahmen werden aber wohl nur circa zwei Millionen in Büchen bleiben. Der „Rest“ sind dann höhere Abgaben, die Büchen zu leisten hat. Es werden sich aber neue Gewerbebetriebe in Büchen ansiedeln. Diese wollen im Gewerbegebiet bauen. „Wir müssen uns auch künftig über neue Gewerbeflächen Gedanken machen“, so Möller.

„Dies war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt“, sagt Möller mit Blick auf seine „To-Do-Liste“, die fast die gesamte Bürowand einnimmt. „Langweilig wird es auch in den kommenden Jahren nicht werden“, ergänzt Möller. Daher hoffe er auch auf eine Wiederwahl im kommenden Jahr, um noch viele Projekte zum Ende bringen zu können.

Schreibe einen Kommentar

Nach der Eingabe müssen die Kommentare erst von der Redaktion freigegeben werden.