Aktionstag der Jugendfeuerwehr zur Landtagwahl im Landeshaus

Aktionstag der Jugendfeuerwehr zur Landtagwahl im Landeshaus Foto: W. Reichenbächer

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Kiel (LOZ). Welcher Partei soll ich bei der Landtagswahl meine Stimme geben und wer vertritt meine Interessen? Was hat es mit Erst- und Zweitstimme auf sich? Diese Fragen brennen einigen Jung- und Erstwählern auf den Nägeln. Die schleswig-holsteinische Jugendfeuerwehr hat ihre Mitglieder deswegen zu einem Aktionstag zur Landtagswahl geladen ­ ins Landeshaus, wo die Politik gemacht wird. Parlamentspräsident Klaus Schlie, Schirmherr der Veranstaltung „Wissen, was geht...“, empfing die jungen Feuerwehrleute heute im Plenarsaal.

„Wir wollen Sie als junge Menschen einladen, sich über Politik schlau zu machen und sich einzumischen“, begrüßte der Landtagspräsident die Jugendlichen. „Teilnehmen zu können ­ das ist der wesentliche Kern der Demokratie.“ Das Wahlrecht sei eine Freiheit der Demokratie, von der nicht nur ihre Stabilität sondern auch ihre Zukunft abhänge. Daher sei sein Appell an die jungen Feuerwehrleute, auch bei Freunden, Bekannten und Mitschülern dafür zu werben, wählen zu gehen.

„Jede nicht abgegebene Stimme schadet der Demokratie.“ Für ihr gesellschaftliches Engagement dankte Schlie den Jugendlichen. „Mit Ihrem Einsatz und dem ständigen Üben für den Ernstfall leisten Sie in der Jugendfeuerwehr einen außergewöhnlichen Dienst für unsere Gemeinschaft.“

Die 16- bis 18-jährigen Erstwähler können sich den ganzen Tag über in Workshops, Vorträgen und bei Diskussionen mit Abgeordneten über die Landtagswahl informieren und zu den Themen politische Beteiligungsmöglichkeiten von Jugendlichen, Mobilität im ländlichen Raum und schnelles Internet austauschen. Außerdem testen sie gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung, Christian Meyer-Heidemann, den Wahl-O-Mat zum Aufkleben. Die analoge Version des Frage-Antwort-Tools funktioniert wie ein Lochkartensystem, bei dem die Jugendlichen anhand eines Musters herausfinden können, mit welchen Parteipositionen sie die meisten Übereinstimmungen haben.

Aktuell gibt es 435 Jugendfeuerwehrgruppen in Schleswig-Holstein, die den Nachwuchs auf spätere Einsätze vorbreiten. Im vergangenen Jahr stellten die Jugendfeuerwehren einen neuen Mitglieder-Rekord auf: 9.761 Mädchen und Jungen zwischen 10 und 18 Jahren zählte die Nachwuchsorganisation im Jahr 2016. 529 von ihnen traten im vergangenen Jahr in die aktive Wehr über.

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