Jung sein in Europa: Fakten und Zahlen über junge Menschen und Kinder in der EU

Jung sein in Europa: Fakten und Zahlen über junge Menschen und Kinder in der EU Foto: W. Reichenbächer

Deutschland gehört mit 13,1 Prozent zu den Ländern mit dem niedrigsten Kinderanteil

 

(LOZ). Zu ihren Lebensbedingungen liefert eine heute (Donnerstag) vorgestellte Veröffentlichung des EU-Statistikamtes Eurostat Daten und Fakten. Die Publikation zeigt auf, was es heißt, heute in der Europäischen Union jung zu sein.


Der Anteil der Kinder an der Gesamtbevölkerung ging in den letzten zwanzig Jahren in allen Mitgliedstaaten außer in Dänemark zurück. Deutschland gehört mit 13,1 Prozent zu den Ländern mit dem niedrigsten Kinderanteil. Irland  verzeichnete 2014 mit 22 Prozent den weitaus größten Kinderanteil, es folgten Frankreich (18,6 Prozent), das Vereinigte Königreich (17,6 Prozent), Dänemark (17,2 Prozent), Schweden (17,1 Prozent) und Belgien (17,0 Prozent). Bis 2050 wird ein leichter Rückgang des Anteils der Kinder an der Bevölkerung der EU erwartet. In Deutschland soll er von jetzt 13,1 Prozent auf 12,7 Prozent sinken, EU-weit von aktuell 15,6, Prozent auf 15,0 Prozent.

26,1 Jahre sind junge Menschen in Europa im Durchschnitt, wenn sie aus dem Elternhaus ausziehen, in Deutschland betrug 2013 das durchschnittliche Alter beim Auszug aus dem elterlichen Haushalt 23,9 Jahre. Frauen ziehen in Deutschland mit 22,9 Jahren von zu Hause aus (EU: 25 Jahre), Männer erst mit 24,8 Jahren (EU: 27,2 Jahre). 2013 waren die drei nordischen Mitgliedstaaten mit weitem Abstand die Länder, in denen die jungen Leute am frühesten von zu Hause auszogen: in Schweden mit 19,6, in Dänemark mit 21,0 und in Finnland mit 21,9 Jahren. Am längsten bei den Eltern leben junge Menschen in Kroatien, dort betrug das durchschnittliche Alter 31,9 Jahre beim Auszug.

Die Beteiligung junger Menschen an sozialen Netzwerken ist hoch: mehr als 80 Prozent sind in sozialen Netzwerken aktiv. Von den 16- bis 19-Jährigen nutzen 2014 9 von 10 täglich das Internet. Zum Internetzugang benutzten fast drei Viertel (74 Prozent) der jungen Menschen in der EU ein Mobiltelefon, in der Gesamtbevölkerung hingegen weniger als die Hälfte (44 Prozent).

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